Logo der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Thesaurus linguae Latinae (TLL)

Menu

Technische Zeichen

Zeichen im Lemma-Ansatz

Der Asteriscus vor dem Lemma-Ansatz bedeutet, dass nicht alle im Thesaurus-Archiv vorliegenden Belege im Artikel gebracht sind. Im Artikel steht ein- oder mehrmals al., saepe oder passim.
Ein Fragezeichen vor dem Lemma stellt seine Anerkennung im Lexikon des antiken Lateins in Frage.
Eckige Klammern besagen, dass das Wort dem Lexikon des antiken Lateins nicht angehört.
Runde Klammern umfassen eine erschlossene Grundform (das Beispielwort ist also nur im Nominativ belegt).

Zur Gliederung des Artikels

Für eine Erklärung zur Gliederung siehe unter Aufbau eines Artikels.

Dispositionsziffern werden verwendet in dieser Art und Reihenfolge: I-II A-B 1-2 a-b α-β etc.
Bei großen Artikeln können noch diese Ebenen darüber gesetzt werden: caput prius - caput alterum, und: pars prior - pars altera; kleine und wenig in die Tiefe gegliederte Artikel können mit 1-2 beginnen.
Klammern innerhalb einer Belegreihe können Stellen aus verschiedenen und auch späteren Texten zusammenfassen. Diese Klammerung bietet sich besonders an für:
  1. Wortverbindungen, die sich wiederholen (z. B. Attribute bei Substantiven, Objekte bei Verben); in diesem Fall wird das sich wiederholende Wort vor der Klammer üblicherweise gesperrt und kann dann in der Klammer abgekürzt (d. h. nur mit seinem Anfangsbuchstaben und Punkt wiedergegeben) oder ganz weggelassen werden:
  1. Stellen, die nach ihrem Inhalt oder nach anderen (z. B. grammatischen) Kriterien vergleichbar sind, was in der Regel zu Beginn der Klammer in einer kursiven Bemerkung erläutert wird:
Die gleichen Klammerungstypen innerhalb einer runden Klammer stehen in eckigen Klammern; die runde Klammer ist dann gewöhnlich fett gedruckt (besonders wenn das Eingeklammerte sich über mehr als eine Druckzeile erstreckt):

Zur Auswahl der Belege

Für eine Erklärung zur Gliederung siehe unter Aufbau eines Artikels.

Die Abkürzung al. und Bemerkungen wie et saepe oder et passim geben an, wo Stellenmaterial ausgelassen worden ist (vor dem Lemma-Ansatz steht dann ein spezielles Zeichen). Je nach Position in einer Belegreihe haben sie folgende Funktion:
  1. Innerhalb einer Reihe aus mehreren Autoren bedeuten sie, dass vom vorangehenden Autor mindestens zwei Belege ausgelassen wurden; z. B. bedeutet das al. bei radix, vol. XI 2, 40, 57, dass mindestens zwei Belege bei Ovid weggelassen worden sind:
  1. Am Ende eines Abschnitts oder einer Klammer:

    a. Nach einem Autor aus der Zeit bis zu Apuleius bedeuten sie, dass vielleicht schon Belege des zuletzt genannten Autors und in jedem Fall alle späteren ausgelassen wurden; z. B. sind bei radix, vol. XI 2, 38, 28 mindestens zwei Belege weggelassen worden, entweder von PLIN. nat. und/oder von Autoren nach ihm:

  1. b. Nach einem späteren Autor als Apuleius bedeuten sie, dass aus der Zeit nach der Mitte des zweiten Jahrhunderts – für die im Thesaurusarchiv nicht vollständig verzetteltes Material, sondern Exzerpte vorliegen –, die zitierten Stellen unter anderen Belegen ausgewählt wurden; z. B. signalisiert das al. bei radix, vol. XI 2, 42, 27, dass es mindestens zwei weitere Belege aus der Zeit nach Apuleius gibt, die hier nicht zitiert wurden (und die vor und/oder nach CLAVD. einzuordnen wären):

Zur Darstellung und Erläuterung der Belege

Schriftarten

Mit Majuskeln der Autornamen werden Stellenzitate zum Lemmawort angeführt; mit normaler aufrechter Type die Werkangabe und jeder lateinische Zitat-Text.
Mit kursiver Type werden alle metasprachliche Bemerkungen (z. B. Überschriften, Erläuterungen) angeführt; ferner Stellenzitate, die nicht das Lemmawort enthalten, oder aus griechischen Autoren stammen (im Beispiel aus Homer, Odyssee 15, 322), sowie Veränderungen des Wortlauts im Zitattext.

Zeichen innerhalb eines Beleg-Textes

Drei Punkte ... innerhalb eines Beleg-Textes bedeuten, dass an dieser Stelle ein oder mehrere Wörter des Kontextes ausgelassen wurden.
Spitze Klammern umschließen eine Ergänzung durch den Editor oder den Artikelverfasser (Beispiel aus dem Artikel radix).
Kleine runde Klammern, vor allem in Inschriften-Texten geläufig, umschließen die Auflösung einer Abkürzung (Beispiel aus dem Artikel rapax).
Eckige Klammern umschließen zu tilgende Buchstaben oder Wörter (im Beispiel ist also das Lemmawort „raditur” zu lesen, nicht das überlieferte „traditur”). Zur Klammerung innerhalb einer Beleg-Reihe siehe oben.
Kleine Häkchen umschließen Wörter, auf die die folgende Klammer Bezug nimmt (in der die Häkchen zur Verdeutlichung wiederholt sein können, wie in diesem Beispiel aus radix).